Coachyfy - Sven Zimmermann - Personal Training

 

2 Fitnesstrends in Deutschland unter die Lupe genommen!

November 28, 2016

 

 

Mittlerweile ist Freeletics oder Crossfit in aller Munde! Ich bin Freund und Feind zugleich und möchte heute ein wenig näher auf diese Art des Trainings eingehen und euch meinen Standpunkt erläutern.

 

Das Training mit dem eigenen Körpergewicht zur Verbesserung der Fitness ist an sich ja genau meine Philosophie, dennoch sind beide Trends aus verschiedenen Gründen bislang an mir und meinem Studio vorbei gegangen.

 

Vorteile:

 

In der Einfachheit, wie man mit diesen beiden Trendsportarten sofort starten kann ist nichts auszusetzen -  HandyApp runtergeladen und los geht’s!

Bestimmte Sportkleidung? Eigentlich nicht notwendig. Man gesellt sich ja nicht zu der Modeshow ähnlichen Atmosphäre, die oft in den gängigen Fitnessstudios vorherrscht. Da muss es schon der neueste Nike Free sein und auch auf jedenfall das neon-farbende Sportoberteil. Bei Freeletics oder CrossFit reicht die schmodderige Jogginghose und ein altes TShirt.

 

Mitgliedsbeitrag?

Nicht mein Ding… Beide Trainingsmethoden verzichten, zumindest in ihrer UrForm, auf jegliche Beiträge. Bei Freeletics gibt es eine kostenpflichtige App, aber grundsätzlich kann ich alles auf dem Sportplatz von nebenan durchführen.

 

Erfolge?

Ja, die  beeindruckenden Ergebnisse sind ja in den sozialen Netzwerken regelmäßig zu bestaunen. Mittlerweile ist sogar eine Fernsehwerbung von einer der beiden Formen zu sehen. Aber genau hier ist die Grenze von den Vorteilen zu den Nachteilen.

Meiner Meinung nach gibt es mit Sicherheit einen großen Prozentsatz an Teilnehmern die durch die extremen Belastungen mit gesundheitlichen Schäden aus dem Training nach Hause gehen. Menschen, die Tag ein Tag aus am Schreibtisch sitzen und sich nach Feierabend unkontrolliert völlig verausgaben. Das kann nicht gut gehen.

 

Aber langsam und von vorne – die Nachteile:

 

Keine Betreuung.

 

Beide Trainingsmethoden verzichten per se auf einen Trainer. Anweisungen gibt eine App mit Bildern und Erklärungen. Dabei sollte eigentlich die korrekte Ausführung der Schlüssel zum Erfolg sein. „Viel hilft  viel“ sollte eigentlich nicht das Motto sein, sondern eher „Qualität geht vor Quantität“. Ich als Trainer finde das Training bis zur körperlichen Erschöpfung auf dem benachbarten Sportplatz mit dem Handy in der Hand nahe an der Fahrlässigkeit.

 

Übungsauswahl – Da bin ich dabei!

 

Die Übungen an sich finde ich zum Großteil wirklich gut, man könnte sagen Funktionell. Damit will ich sagen, dass ich viele der Übungen auch in meinen Stunden benutze. Allerdings unterscheiden sich Anzahl und Geschwindigkeit der Übungen maßgeblich. Da bei Freeletics immer die Stoppuhr mitläuft ist der Teilnehmer natürlich darauf aus, die Übungen Hauptsache schnell zu machen und das Programm in einer möglichst kurzen Zeit durchzuführen. Ich bezweifle, dass der 18. Burpee (eine Kombination aus Liegestützen und Strecksprüngen) immer noch sauber und für den Körper „richtig“ ausgeführt wird. Und spätestens da ist auch keine „Funktionalität“ mehr vorhanden.

 

Gibt es Möglichkeiten die Qualität im Training zu verbessern?

 

Die gibt es mit Sicherheit. Wenn die Teilnehmer bereit wären für einen, pro Kopf gesehen, geringen Beitrag sich einen Trainer an die Seite zu nehmen, wäre schon mal ein wichtiger Schritt getan. Auch die vorherrschende Wettkampfstimmung könnte man, zumindest für die Start ins Training, ausschalten und mehr auf die korrekte Bewegungsausführung achten.

 

Fazit:

 

Für Einsteiger und bisherige Sportmuffel ist das intensive Training eher weniger geeignet. Sportler mit einem guten Körpergefühl und athletische Menschen können das Training zur Unterstützung gerne ausprobieren und sich ihre eigene Meinung bilden.

 

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